Daoistische Meditation

Der Mensch liegt, sitzt, steht, ist in Bewegung und kommuniziert mit anderen. Die Daoisten haben zu allen Lebenssituationen Meditationspraktiken entwickelt. Sie haben Meditationen, die im Schlaf praktiziert werden bis hin zu Meditationsübungen mit Partnern, z. B. in der Kampfkunst und in der Sexualität.
Sie schulen in allen diesen Techniken ihre Wahrnehmung und lösen vorhandene Blockaden nach Außen und Innen.
( Literatur: B.K. Frantzis: Tao Meditation  / Die große Stille – Windpferd Verlag )

Acht Energiekörper mit verschiedenen Schwingungsebenen lernen wir zu spüren, und das Ziel ist, möglichst in allen Ebenen Blockaden zu lösen. So entsteht ein freier ungehinderter Energiefluss mit einer Wahrnehmung nach innen, dem Mikrokosmos und nach außen in den Makrokosmos bis wir den allumfassenden, nicht beschreibbaren Körper des Dao wahrnehmen und in ihm aufgehen können.

Die Wassermethode

Sie ist eine sehr alte Meditationsmethode, die sich direkt auf Laotse bezieht.
Bruce Frantzis´Lehrer Liu Hung Chie hat 2 Meister ausgebildet und nur B.K. Frantzis als Linienhalter in die Wassermethode eingeweiht.
Der Unterschied zu anderen Methoden ist nicht WAS, sondern in erster Linie WIE praktiziert wird.
Während in den meisten Methoden Praktiken forciert und aktiv verstärkt werden, so lässt man in der Wassermethode geschehen. Das Bewusstsein ruht in einer passiven Aktivität, ähnlich einer Katze, die lange Zeit unbeweglich vor einem Mauseloch verharrt. Auf diese Weise dringt das Bewusstsein in alle Feinheiten, ähnlich dem Wasser, wenn es auf einen Widerstand stößt und langsam in alle feinen Ritzen dringt. Blockaden, an die man durch bewusstes aktives Eingreifen nicht herankommt, können so wahrgenommen und gelöst werden.
Wie Wasser als Eis fest und unbeweglich ist, so verhalten sich auch Blockaden, Energie ist erstarrt. Nicht durch aktives Eingreifen lösen wir, sondern durch seine Beharrlichkeit löst das Bewusstsein den starren Zustand und die Blockade wird beweglich, flüssig, wie Wasser. In diesem Zustand ist die Energie immer noch an den Bereich der Blockade gebunden und kann jeder Zeit wieder zu Eis werden.
Zwei Möglichkeiten gibt es, sich endgültig von der Blockade zu lösen: 

1. Eis zu Wasser zu Dampf:

Wir lassen die Energie nach außen strömen, zur Haut und weiter in den Energieraum, der uns umgibt, der aber noch zu uns gehört. Dort ist die Energie körperlich nicht mehr gebunden, wird quasi recycelt und steht uns als neutrale Kraft wieder zu Verfügung. Diese Methode wird meist im Qi Gong eingesetzt.

2. Eis zu Wasser zu innerem Raum:

Wir lösen die Energie nach innen auf, bis sie zu einem leeren, freien Raum wird.
In der Daoistischen Meditation werden später beide Methoden zur selben Zeit benutzt, nach innen und außen.

So lernen wir in der Meditation, uns von Ballast zu befreien. Körperlich werden wir gesund, energetisch werden wir ausgeglichen und lebendig, mit unseren Gefühlen lernen wir harmonisch umzugehen und unsere Gedankenwelt wird uns nicht immer beherrschen. Es hilft uns, unser System zu ordnen und zu reinigen. Wenn man Meditation als Alltagshilfsmittel nutzen will, reicht es, sich mit diesen ersten vier Energiekörpern zu beschäftigen: Körper, Energie, Gefühle und die mentalen Kräfte.
Wenn wir tiefer in den spirituellen Weg einsteigen wollen, lösen wir die Blockaden in allen acht Energiekörpern.  

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